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Ritterorden vom Heiligen Grab zu JerusalemDiaspora: Herausforderung und ChanceBesinnungswochenende der Norddeutschen Ordensprovinz zum Glaubensprofil der Adressaten des 1. Petrusbriefes in der Antike und heute Zum Besinnungswochenende (2.-4. September 2011) der Norddeutschen Ordensprovinz führte der Geistliche Zeremoniar der deutschen Statthalterei des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem, Msgr. Prof. Dr. theol. Christoph G. Müller, Rektor der Theologischen Fakultät Fulda, mit drei detailgenauen und spannenden Vorlesungen zu 1 Petr 1 u. 2 in die frühe Theologie und die sozialen Lebensbedingungen der Christen des 1. Jahrhunderts ein. 60 Angehörige der Ordensfamilie mit ihren Kandidaten und Gästen ließen sich in die Welt der frühen Christen entführen und deren Glaubensmotivation erläutern. Der Ausgrenzung und Ablehnung durch die sie umgebende Gesellschaft begegneten diese durch „Wandeln in den Fußspuren“ und „Teilhabe am Leiden Christi“. Ihr Hoffnungszeichen war das Wissen um seine Auferstehung, wovon sie als Christen Zeugnis geben wollten. Hier spätestens setzt der Bezug zur Jetztzeit an. Der 1. Petrusbrief entstand um die Zeit 81 bis 96 n.Chr. zur Regierungszeit des römischen Kaisers Diokletian. Sein Autor ordnet sich Petrus zu und schreibt in einem feinen, gehobenen Griechisch. Er wendet sich nicht an eine einzelne Gemeinde, sondern mit seinem „Diaspora-Rundbrief“ an die Glaubenden in den antiken Provinzen Kleinasiens: an die sozial „Versprengten – Zerstreuten – Fremdlinge – Zugereisten“, die sich als kleine Gemeinschaft von „Erwählten, von zum Glauben an Jesus Christus Gekommene“ fühlen und von Außenstehenden als „Christianer“ bezeichnet werden. Der Geistliche Zeremoniar forderte die ordensritterliche Gemeinschaft dazu auf, Jesus Christus im Herzen heilig zu halten und sich zu seinen großen Taten zu bekennen. Vor dem Hintergrund der Überlieferung solle jeder das eigene Christsein reflektieren und vor der Herausforderung (einer norddeutschen Diaspora) nicht davon laufen, sondern sich dieser stellen: „Bei allem, was vergeht, das Wort des Herrn bleibt“ (1 Petr 1,24-25). Die Besinnungstage wurden eingeleitet mit einen Vortrag des Historikers Cfr. Prof. Dr. Joachim Kuropka, Vechta, über „neue Quellen zu Kardinal Bertrams Kirchenpolitik unter dem NS-Regime“. Er zeigte auf, welche Handlungsspielräume der Vorsitzende der Fuldaer Bischofskonferenz (1919-1945) vor dem Hintergrund der Zeit hatte. Letztlich sei es dem Breslauer Erzbischof darum gegangen, den Glauben in die Nach-NS-Zeit zu retten. Daran gemessen sei der Kardinal erfolgreich gewesen: Das NS-Regime ist im Gegensatz zur Katholischen Kirche vergangen. Das Treffen fand statt im „Ferienparadies Pferdeberg“ des Kolping-Familienferienwerkes in Duderstadt-Gerblingerode. Der Duderstädter Probst Bernd Galluschke begrüßte die Ordensgemeinschaft und sprach – quasi am Vorabend des Papstbesuches auf dem Eichsfeld – unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ über die lokale Kirchenentwicklung im Untereichsfeld. Cfr. Paul A. Schulz |
Aktuelles
John Kardinal Foley gestorbenDer frühere Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem, der US-amerikanische Kardinal John Patrick Foley, ist am Sonntag, dem 12.12.2011, an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung in Philadelphia verstorben.Herbstinvestitur in OsnabrückGut 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am Wochenende 30.09. - 2.10.2011 in Osnabrück zur Herbstinvestitur der deutschen Statthalterei des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jeruslaem. Papst Benedikt XVI. ernennt Pro-GroßmeisterAls Nachfolger von John Patrick Kardinal Foley hat Papst Benedikt XVI. den bisherigen Erzbischof von Baltimore, Edwin Frederick O`Brien (72), zum Pro-Großmeister des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem ernannt.Vaitkan-Newsletter Nr. XXIII erschienenDie neueste Ausgabe des Vatikan-Newsletter vom August 2011 ist erschienen. |