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Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem40 Jahre Hamburger Komturei „St. Ansgar“![]() Am 13. Januar 2010 feierte die Hamburger Komturei St. Ansgar mit Dankgottesdienst, Empfang und festlichem Abendessen ihre Gründung vor 40 Jahren. Als wichtiger Protagonist der Promulgation am 10. Januar 1970 vertrat S.E. Peter Reichsgraf Wolff Metternich zur Gracht, Generalstatthalter des Großmeisteramtes und damals Präsident der „Niedersächsischen Provinz und von Berlin“, die Gründungsmitglieder, die uns Heutigen bereits alle ins himmlische Jerusalem vorausgegangen sind. Zehn Ritter und eine Dame gründeten 1970 die Komturei, der heute 17 Ritter (davon 4 Geistliche) und 6 Damen angehören.
Leitender Komtur Dr. Marcello Bisotti konnte zum Festakt eine Reihe von Ehrengästen begrüßen: den deutschen Statthalter, S.E. Dr. Heinrich Dickmann, aus der Norddeutschen Ordensprovinz Präsident Dr. Ludger Hackethal, Prior Erzbischof Dr. Werner Thissen, Hamburg, den Weltlichen Zeremoniar Bernhard Guizetti sowie die Leitenden Komture der Nachbarkomtureien Hildesheim Hans-Otto Moessner und Bremen Dr. Arnold Spallek. Die Komturei Osnabrück vertrat Cfr. Dechant Dr. Bernhard Stecker. Besonders erfreulich, die Komtureifamilie – Damen, Ritter, Ehepartner, Kandidaten und ständige Gäste – hatten sich vollzählig zum Fest versammelt. ![]() In der Eucharistiefeier in der St. Elisabeth Kirche in HH-Harvestehude bot das Tagesevangelium von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus (Mk 1,29-31) dem Zelebranten Erzbischof Thissen die Möglichkeit, den Ordensangehörigen aufgrund ihrer eigenen Kenntnis der Topografie des Hl. Landes und insbesondere des ausgegrabenen historischen Kafarnaums, deutlich zu machen, dass der christliche Glaube nicht auf Mythos und Sage beruhe, sondern auf geschichtlicher Wirklichkeit gründe. So wie Jesus die zu ihm gebrachten Kranken heilte (1,32-34), sei es heute ritterliche Sorge, zur Heilung der Kranken im Hl. Land beizutragen und die Menschen dort zu unterstützen. Dazu seien in einer Komturei nicht nur Macher und Organisatoren gefragt, gab der Provinzprior zu bedenken, sondern auch Beter: gemeinsam und jeder für sich. Auch der Herr habe sich nach der Heilung der Kranken zum Gebet zurückgezogen (1,35). Und so wie damals die Menschen Jesus suchten, seien sie auch heute auf der Suche nach dem Heiland: „Wir sollen durch unser Christsein und unseren ritterlichen Einsatz den Menschen bei ihrer Suche helfen“.
Der Statthalter machte seine Ansprache beim Empfang im Hotel Elysee an drei Punkten fest: - Mit Dankbarkeit könne die Komturei St. Ansgar auf 40 Jahre erfolgreichen Wachsens blicken. Wenn auch die Gründungsgeneration nicht mehr unter uns weile, hätte sie sich sicher gefreut, das heutige von einer familiären Atmosphäre geprägte Fest mitzufeiern. - Die Sorge um das Hl. Land habe während der 40 Jahre immer zur Komturei gehört. Während 1970 zum Zeitpunkt der Promulgation noch ein Anteil von acht Prozent Christen aller Strömungen dort lebten, sei ihr Anteil an der Bevölkerung auf heute zwei Prozent geschrumpft. Die Sorge, wie es im Hl. Land in den nächsten Jahren weitergeht, müsse die Grabesritter ständig umtreiben. Notwendig sei, so Dr. Dickmann, eine „Fütterung des Sozialfonds, die Bereitstellung von Mitteln für medizinische Versorgung sowie die Pflege des Zwischenmenschlichen durch Pilgerfahrten“. - Zum dritten Punkt Hoffnung merkte der Statthalter an: Wenn auch die Menschheit vor der Aufgabe versage, Frieden im Hl. Land zu schaffen, so sei er doch in Erinnerung an die friedliche Überwindung der deutschen Teilung voller Hoffnung, dass auch im Nahen Osten einmal Friede herrschen werde. Der Wunsch des Statthalters an die Hamburger Komturei „St. Ansgar“: Aktiv bleiben und Zeugnis ablegen für das ritterliche Engagement zum Wohl der Christen im Hl. Land.
Cfr. Paul A. Schulz
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