Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem

25 Jahre Komturei St. Oliver Hildesheim

Von Dr. Michael Lukas und Cfr. Hans-Otto Moessner


Als „Kirche vor Ort und im Heiligen Land“ feierten die Ritter und Ordensdamen von St. Oliver Hildesheim am 17. März 2007 ihr 25-jähriges Bestehen (Promulgation am 5. März 1982). Höhepunkt der Veranstaltung war der Festgottesdienst im Hildesheimer Dom mit Bischof Norbert Trelle und Abt Benedikt Lindemann. An diesem Gottesdienst nahmen nahezu 100 Gäste aus der Norddeutschen Provinz sowie Vertreter des Johanniterordens, des Malteserordens und der Benediktiner vom Haus Jerusalem in Hildesheim teil. Bischof Trelle beschrieb, noch spürbar beeindruckt von der Reise der deutschen Bischöfe ins Heilige Land, in einer sehr bewegenden Predigt Jerusalem als „Stadt voller Zerrissenheit“, aber auch als „Stadt mit großer Friedenssehnsucht“. Er rief den Ordensmitgliedern zu: „Sie sind berufen, daran auch in Zukunft mitzuwirken“. 

Ein eher düsteres Bild der Situation im Heiligen Land zeichnete Cfr. Matthias Kopp in seinem Festvortrag im Anschluss an den Gottesdienst. Aus seiner beruflichen Arbeit kennt er Israel und Palästina sehr gut und hat von dort den Eindruck mitgebracht, dass die Menschen in Israel politikmüde sind und der ständigen politischen Skandale überdrüssig. Gelinge keine politische Erneuerung unter einem charismatischen Führer, dann stärke das die extremen Kräfte in Israel, befürchtet Cfr. Kopp. Er sieht auch die Politik der Palästinenser durchaus kritisch. Von Demokratie könne dort keine Rede sein. Er warnt vor zu viel Blauäugigkeit in Bezug auf die Hamas-Bewegung: „Wir sollten deren Charta ernst nehmen“, rät Cfr. Kopp, „sie verweigert Israel das Existenzrecht und fordert islamische Kontrolle über alle heiligen Stätten in Jerusalem.“ 

Eine besonderes Jubiläumsgeschenk überreichte Cfr. Dr. Heinrich Dickmann als Präsident und Komtureimitglied in Form der Komturei-Chronik (1982 – 2006), die er rechtzeitig zum Festtag fertigstellen konnte. 

Kräftigen Beifall und herzlichen Dank gab es am Ende der Festveranstaltung für den Festvortrag und für die Grußworte, die persönlich überbracht bzw. schriftlich übermittelt wurden. Der Einsatz der Redner und das Durchhalten der Teilnehmer wurden zum Ausklang der Jubiläumsfeier „belohnt“ durch das Festessen in einem „rittergemäßen“ Ambiente: kräftige Säulen und ein ehrwürdiges Gewölbe versinnbildlichten die Tragfähigkeit des Ordens!

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