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Ordensleben
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Ritterorden vom heiligen Grab zu JerusalemEuropas christliche PrägungBischof Walter Mixa referiert bei Augsburger Komturei Seine christlichen Wurzeln machen Europa zu einer einzigartigen Wertegemeinschaft. Davon gab sich der Augsburger Bischof und neue bayerische Prior, S. E. Cfr. Walter Mixa, beim ersten Komturei-Abend 2007 im Augsburger Haus St. Ulrich überzeugt. Deshalb gehöre eine Anrufung Gottes um der Menschen willen unbedingt in Europas Verfassung. Er hatte prominente Zuhörer: Statthalter S.E. Prof. Dr. Paul Oldenkott hieß Bischof Mixa per Handschlag im neuen Amt willkommen. Ebenso grüßten ihn der neue Präsident der Bayerischen Ordensprovinz, Cfr. Dr. Bernhard Mauser (Nürnberg), und sein Vorgänger Cfr. Peter Neukam (Germering) sowie der neue leitende Komtur in München, Cfr. Folker Müller.Das Christentum überschreite jede natürliche Gotteserkenntnis durch den wunderbaren Tausch, den Gott in seinem menschgewordenen Sohn Jesus Christus von oben nach unten vollzogen hat, erklärte Bischof Mixa. Jesus verbinde sich mit unserem Blut und unseren Tränen. „Gott wird uns Menschen radikal gleich. Das hat Konsequenzen für unser Verständnis vom Menschen.“ In Jesu Kreuzestod wird Hingabe für den Anderen zur größten Liebe. „Und Jesus trägt uns auf: Bleibt in meiner Liebe“, wies Bischof Mixa die Richtung. Zumal jeder Mensch in biblischer Sichtweise als Ebenbild Gottes geschaffen sei. Mann und Frau von gleicher Würde, ausgestattet mit der Fähigkeit zum Denken, zum Lieben, zur Freiheit. Damit verbiete sich, den embryonalen Menschen als Stammzellen-Lieferanten zu instrumentalisieren und sich über das Lebensrecht von Ungeborenen hinwegzusetzen. Auch vor einer sich schleichend ausbreitenden Euthanasie-Praxis müsse sich Europa wappnen. Dank der Kirche habe Europa sich früh von Gottesstaat-Vorstellungen abgewendet. „Bonifatius kämpfte entschieden gegen das Eigenkirchentum, wo Fürsten nach Belieben ihre Bischöfe einsetzten“, sagte Mixa. Als Militärbischof der deutschen Bundeswehr sei er heute völlig unabhängig von staatlicher Weisung und könne sich auch kritisch zu Auslandseinsätzen äußern, wenn es für die Soldaten zu viel wird. Nicht zuletzt präge Europa die christliche Bereitschaft zur Versöhnung über alte Fronten hinweg, um für die Zukunft Frieden und Gerechtigkeit aufzubauen. Bischof Mixa erinnerte an die deutsch-französische Aussöhnung dank Robert Schuman und an den Briefwechsel deutscher und polnischer Bischöfe mit dem Leitsatz: „Wir gewähren Vergebung und bitten um Vergebung.“ Europa habe gelernt, geschehenes Unrecht mit den barmherzigen Augen Gottes zu sehen. Der leitende Komtur von Augsburg, Cfr. Dr. Thomas Weckbach, zog eine äußerst positive Bilanz der Herbstinvestitur 2006. Sie habe mehr als 28.000 Euro Überschuss erbracht, mit den eingegangenen Spenden sogar fast 40.000 Euro. Das „schöne Ergebnis“ sei nicht zuletzt dem hohen ehrenamtlichen Einsatz in der Komturei St. Ulrich und Afra zu verdanken. Von Cfr. Alois Knoller |
Aktuelles
Vatikan-Newsletter Nr. XIX erschienenDie Juni-Ausgabe des Vatikan-Newsletter enthält eine Botschaft des Kardinal-Großmeisters und Berichte. Frühjahrsinvestitur in Hamburg mit über 700 TeilnehmernDie Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hielt vom 21. bis 23. Mai 2010 ihre Investiturfeier in Hamburg ab. Komturei Essen besteht 50 JahreMit einem Pontifikalmat im Essener Dom feierte die Komturei St. Thomas Morus in Essen am Sonntag, dem 10. Mai 2010 ihr 50jähriges Bestehen. |