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Ordensleben
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Ritterorden vom Heiligen Grab zu JerusalemBayerisch-österreichisches Ordenstreffen am 5. Juni 2010 in SeeonSchon Wolfgang Amadeus Mozart war wiederholt Gast im Benediktinerkloster Seeon in Oberbayern, auf seinen Reisen nach Westen hat er hier übernachtet und sogar einige Werke für die Benediktinermönche komponiert: Nun war der idyllische Ort mit seiner seit 1392 gotischen Kirche im Juni Schauplatz eines Treffens von rund 120 Teilnehmern aus der Bayerischen Ordensprovinz mit den österreichischen Consorores und Confratres der Komturei Salzburg am 5. Juni 2010. Zum Auftakt gab es einen feierlichen Pontifikalgottesdienst mit Cfr. Exzellenz Mag. Maximilian Fürnsinn, dem Propst des Augustiner Chorherrenstiftes Herzogenburg-Niederösterreich und Ehrengroßprior der Statthalterei Österreich. Dass der liebe Gott, wenn er allein ist, statt Bach Mozart hört - wer dem Chor und dem Orchester der Dommusik Salzburg mit der Credo-Messe K.V.257 an diesem Tag lauschte, dem mochte das sofort einleuchten. Am Nachmittag sprach der geistliche Direktor des Pilgerhauses Tabgha am See Genezareth, Hochw. Herr Pfarrer Ludger Bornemann über die aktuelle Situation der Christen im Hl. Land. Die Zusammensetzung der dortigen Gesellschaft sei von einer ungeheueren Vielfalt gekennzeichnet, so der Pfarrer. Traditionell gebe es dreizehn christliche Kirchen im Heiligen Land: Fünf orthodoxe, sechs katholische und zwei protestan- tische Gemeinschaften. Aber auch die jüdische Bevölkerung zeige sich nicht einheitlich, sagte Bornemann: "Etwa die Hälfte bezeichnen sich bei Umfragen als traditionell, davon etwa 20 Prozent als jüdisch-orthodox, diese stammen oft aus dem orientalischen Judentum." Die andere Hälfte sei säkular, früher kamen diese Juden überwiegend aus Europa, meist waren sie Anhänger der Arbeiterpartei und der Kibbuzbewegung." Die Christen ihrerseits lebten zwischen 18 Prozent Muslimen in Israel. "So müssen wir uns bewusst machen: Die Christen sind dort - erstens - ein integraler Bestandteil der arabischen Welt. Und sie leben - zweitens - in einer Konfliktsituation, dem israelisch- palästinensischen Konflikt. Dieser Konflikt hat seinen Einfluss auf die ganze Region und auf alle Christen in dieser Region" betonte der Pfarrer. "Vor diesem Hintergrund müssen wir uns schon fragen: Wie können wir unsere christliche Identität überhaupt noch leben in solch einem Land?" sagte der Pfarrer. "Es fängt ja schon an mit dem Sonntag: Im Heiligen Land ist der ein ganz normaler Arbeitstag!" Ein wichtiger Hoffnungs- träger seien die christlichen Schulen: "Sie sorgen wenigstens dafür, dass die Christen eine westliche Schulbildung erhalten." Trotzdem: Der Minderheiten-Status sei manchmal schon aufreibend. "Mir selbst ist es passiert, dass ich als katholischer Priester auf der Straße angespuckt wurde. Und einem Kollegen von mir hat man das Kreuz weggerissen!" berichtete Bornemann. Trotz allem sehe er darin auch eine Chance: " Wir sind als Minderheit für niemanden bedrohlich und so können wir das Schmieröl zwischen den Blöcken sein!" Ein Beispiel dafür sei das vom Konvent der Josephsschwestern geleitete St. Louis French Hospital am neuen Tor in der Jerusalemer Altstadt. Die Mitarbeiter dort seien Juden, Christen und Muslime, und auch die Patienten stammten aus allen drei Bevölkerungs- gruppen. "Solche Orte müssen wir schaffen und erhalten!" sagte der geistliche Direktor. " Es ist schon erschreckend, wie wenig Juden wissen über uns Christen und unseren Glauben! Und auch wir müssen das Andere besser wahrnehmen. Im French Hospital werden Begegnungen möglich, die sonst nicht stattfinden könnten! Das ist es, was wir Christen tun können angesichts der sonstigen Hoffnungslosigkeit, das ist unser Dienst!" Herzlich verabschiedete der Präsident der Bayerischen Ordensprovinz, Dr. Bernhard Mauser, die Teilnehmer: " Wir durchleben schwierige Zeiten - doch was uns alle letztlich hält und zusammen- hält, das ist unser Glaube. So lasst uns in unserer Gemeinschaft fest zueinander und genauso auch zu unserer Kirche stehen!" Csr. Birgit Grabner |
Aktuelles
Vatikan-Newsletter Nr. XIX erschienenDie Juni-Ausgabe des Vatikan-Newsletter enthält eine Botschaft des Kardinal-Großmeisters und Berichte. Frühjahrsinvestitur in Hamburg mit über 700 TeilnehmernDie Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hielt vom 21. bis 23. Mai 2010 ihre Investiturfeier in Hamburg ab. Komturei Essen besteht 50 JahreMit einem Pontifikalmat im Essener Dom feierte die Komturei St. Thomas Morus in Essen am Sonntag, dem 10. Mai 2010 ihr 50jähriges Bestehen. |