Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Grußwort des Statthalters der deutschen Statthalterei, S.E. Dr. Heinrich Dickmann, anlässlich der Feier "50 Jahre Promulgation Komturei München"

Hochwürdigster Herr Erzbischof, verehrter Großprior, Königliche Hoheit, sehr verehrte Sorores, liebe Confratres, verehrte Gäste und Freunde des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem!

Die Gründung der Komturei Patrona Bavariae in München vor 50 Jahren fiel in eine Zeit des Umbruchs und Aufbruchs in unserem Orden und ist Ausdruck des Vertrauens in die Zukunft.
Die Gründung der Ordensprovinz Bayern war auf der Sitzung des Statthaltereirates im Landtag von Nordrhein-Westfalen am 13. Mai 1952 beschlossen und durch römisches Dekret vom 24.12.1953 bestätigt worden, unterzeichnet von Kardinalgroßmeister Canali. Zum damaligen Zeitpunkt gehörten zur gesamten Statthalterei 84 Ordensmitglieder, davon zwei Ordensdamen.

Die feierliche Promulgation dieser Provinz fand im Rahmen der ersten Investiturfeier in München am 30.4.1957 statt. Damit war der Weg frei für die Bildung von Komtureien. Als Konsequenz dieser weitsichtigen und vom Vertrauen in das Wachstum unserer Ordensgemeinschaft geprägten Entscheidung des damaligen Statthalters Friedrich-August Freiherr von der Heydte feiern wir heute das 50jährige Bestehen der Komturei Patrona Bavariae. Als Statthalter der Deutschen Statthalterei überbringe ich allen Komtureimitgliedern dazu meine Glückwünsche und tue das im Namen von inzwischen 1352 Ordensmitgliedern.

Dank sage ich Ihnen allen für Ihr glaubwürdiges Zeugnis, das Sie in den 50 Jahren des Bestehens Ihrer Komturei abgegeben haben, für Ihren Einsatz zur Verbesserung der Lebensumstände der Christen im Heiligen Land, für Ihre Gebete und für die gelebte Solidarität. Ich gedenke dabei in Dankbarkeit auch der verstorbenen Mitglieder der Komturei, sie alle haben aus ihrem Glauben heraus Verantwortung gelebt und die Entwicklung der Komturei gestaltet.

Das 50jährige Bestehen der Komturei bedeutet auch die Erkenntnis, dass die Mitglieder seit 50 Jahren als spirituelle Gemeinschaft leben, mit dem leeren Grab in Jerusalem im Zentrum ihrer Betrachtung und in christlicher Nächstenliebe den Christen im Heiligen Land besonders verbunden sind. Das bedeutet ebenso das Streben danach, die ritterlichen Tugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung alltäglich werden zu lassen und damit Zeichen zu  setzen. Johannes Paul II hat in seinem Buch “ Erinnerung und Identität“ dazu geschrieben  (Zitat)“ Das Gute, das sich der menschlichen Freiheit bietet, um vollbracht zu werden, ist genau das Gute der Tugenden. Es handelt sich vor allem um die sogenannten vier Kardinaltugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß. Die Klugheit hat eine Steuerungsfunktion. Die Gerechtigkeit regelt die soziale Ordnung. Maß und Tapferkeit lenken hingegen die innere Ordnung des Menschen.“ (Zitatende)

Ich wünsche den Mitgliedern der Komturei Patrona Bavariae mit Gottes Segen auch in den kommenden Jahren Erfüllung beim Leben Ihrer Berufung, Standhaftigkeit beim Vorleben der ritterlichen Tugenden und Freude beim Erleben des Miteinanders im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Aktuelles
Vatikan-Newsletter Nr. XIX erschienen

Die Juni-Ausgabe des Vatikan-Newsletter enthält eine Botschaft des Kardinal-Großmeisters und Berichte.

Frühjahrsinvestitur in Hamburg mit über 700 Teilnehmern

Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hielt vom 21. bis 23. Mai 2010 ihre Investiturfeier in Hamburg ab.

Komturei Essen besteht 50 Jahre

Mit einem Pontifikalmat im Essener Dom feierte die Komturei St. Thomas Morus in Essen am Sonntag, dem 10. Mai 2010 ihr 50jähriges Bestehen.