|
Investituren
Hamburg 2010
![]() ![]() Mannheim 2009
![]() ![]() Fulda 2009
![]() ![]() |
Ritterorden vom heiligen Grab zu JerusalemAls Gemeinschaft auf dem Weg - Rückbesinnung und Aufbruch bei der Jubiläumsinvestitur in Köln![]() Vom 16. bis 18. Mai 2008 fand in Köln die Frühjahrsinvestitur des Ritterordens statt. Sie stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens der Deutschen Statthalterei. ![]() Der Hohe Dom zu Köln war der richtige Ort, um das 75-jährige Bestehen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in Deutschland würdig zu feiern. Für die 45 Neuinvestierten dürfte es ein Höhepunkt im Leben gewesen sein, an den Stufen des Altars im Angesicht des prächtigen Schreins der Heiligen Drei Könige niederzuknien und den Ritterschlag von Patriarch Sabbah und Kardinal Foley zu empfangen. ![]() Das Versprechen, das Sie als Ordensritter ablegen, möge Ihnen die Kraft zu einem immer intensiveren geistlichen Leben und zu einer immer größeren Solidarität mit unseren Brüdern und Schwestern im Heiligen Land geben“, rief Foley den neuen Ordensmitgliedern zu. Domkantorei und Domkapelle sorgten für einen musikalischen Rahmen, der die Bedeutung der Investiturfeier, die Würde des Gotteshauses und die Kunst der Musik miteinander verband. ![]() Innere Motivation ![]() Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig faszinierte die Ordensmitglieder dann zu später Stunde mit einfühlsamen Orgelklängen im nahezu dunkeln Dom. Einzig der Schrein der Heiligen Drei Könige war angestrahlt, um Raum und Wort auf sich wirken zu lassen. Hunderte von Rittern gingen in stiller Prozession mit Kerzen im fahlen Licht des nächtlichen Doms unter dem Schrein der Könige den alten, traditionellen Pilgerweg im Kölner Dom. Gegensätzlicher hätten die Bilder von tiefster Stille und dem lauten Vorplatz in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof beim Verlassen des Doms nicht sein können. Als die Kathedrale schon leer und abgeschlossen war, ging Großprior Erzbischof Marx mit einer kleinen verbliebenen Gruppe von Rittern unter Führung der Dombaumeisterin, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, in die Grüfte des Doms hinab: ein Besuch auf der Baustelle für den neuen Turmzugang unter der Kirche und ein Gebet am Grab der Wittelsbacher Erzbischöfe – kurz vor Mitternacht! ![]() Die Kölner Investitur stand ganz im Mittelpunkt der 75-jährigen Gründungsgeschichte des Ordens. Daran erinnerte Statthalter Cfr. Dr. Heinrich Dickmann bei verschiedenen Anlässen, vor allem während des Festaktes am Samstagmorgen: „Die Christen im Heiligen Land sind heute wie bei Gründung der Deutschen Statthalterei auf unser Gebet angewiesen, auf persönliche Kontakte und tätige Hilfe. Die finanziellen Hilfen durch Jahresbeiträge und zusätzliche Spenden sind unverzichtbarer Ausdruck der konkreten Umsetzung der Ziele unserer Gemeinschaft.“ Die Mitgliedschaft im Orden charakterisiere sich so, was heute wie damals vor 75 Jahren Gültigkeit gehabt habe: Im Ritterorden gehe es um eine Gemeinschaft in einem weltweit tätigen päpstlichen Orden, um eine enge Verbundenheit zum Lateinischen Patriarchat, um aktives Engagement in den Ortskirchen und um die „Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft in einem christlichen Sinn. Unsere Ziele sind werthaltig und haben sich als wertbeständig erwiesen; das zeigt die Vergangenheit. Daher brauchen wir uns um die Zukunft unseres Ordens keine Sorgen machen“, so Statthalter Dr. Dickmann. Cfr. Weihbischof Dr. Klaus Dick erinnerte in seinen Begrüßungsworten an die jahrhundertealte Pilgertradition in Köln. „Die Heiligen Drei Könige sind auf eine etwas eigenartige Weise nach Köln gekommen, man könnte fast sagen, auf anrüchige Weise. Sie waren ja eben ein Beutegut nach der Eroberung Mailands durch den Kaiser Friedrich Barbarossa, an den damaligen Erzbischof von Köln einzige Entschuldigung - er war damals noch gar nicht geweiht und hat dann eben diese Möglichkeit eröffnet, Köln zu einer solch bedeutungsvollen Wallfahrtsstätte zu machen.“ Immerhin könne man sagen, so Weihbischof Dick, dass „Reliquien als Geschenk für einen Sieg doch eigentlich noch etwas Besseres sind als wenn dann Gebietsansprüche kommen, nachdem man gesiegt hat oder gar Gerichtsverhandlungen, wer denn schuld war.“ ![]() Lebendig in der Gesellschaft ![]() Unverzichtbares Engagement
Neben den gesellschafts- politischen Überlegungen des Großpriors, die eine Ermutigung für die Ordensmitglieder in jeder Hinsicht waren, ging es auch um die Sorge für die Christen im Heiligen Land, die vor allem während der vielen persönlichen Begegnungen der Tage von Köln zum Ausdruck kam. In diesem Zusammenhang war es vor allem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, der das Engagement des Ritterordens im Heiligen Land würdigte. Bereits am Begrüßungsabend konnte er zu den Ordensmitgliedern sprechen: „Die Arbeit des Ritterordens, seine großen Anstrengungen im Heiligen Land beiderseits des Jordans, verdienen höchste Anerkennung. Dieses Engagement zeigt: Der Ritterorden vom Heiligen Grab ist eine überaus lebendige Gemeinschaft mit großen Traditionen. Alle Generationen sind bei Ihnen vertreten. Ritterliche Tugenden werden groß geschrieben. Ihre Hilfe für die Christen im Nahen Osten ist unverzichtbar! Sie leisten Hilfe für Menschen, denen oft alle Hoffnungen genommen ist. Der Ritterorden ist Garant dafür, dass Hoffnung für die Menschen im Heiligen Land existiert. Sie tragen dazu bei, den Menschen eine Perspektive zu vermitteln“, so Rüttgers. ![]() An diese christliche Berufung erinnerte auch der Kölner Erzbischof, Cfr. Joachim Kardinal Meisner, während des sonntäglichen Gottesdienstes in der Kirche St. Maria Himmelfahrt. Christliches Leben sei ein Leben, um Zeugnis in der Öffentlichkeit zu geben. „Es muss sich bei uns niemand für den Glauben verstecken“, so der Kardinal. Dieser sichtbare Glaube zeige sich auch und gerade in der Solidarität mit den Christen im Nahen Osten. |
Aktuelles
Vatikan-Newsletter Nr. XIX erschienenDie Juni-Ausgabe des Vatikan-Newsletter enthält eine Botschaft des Kardinal-Großmeisters und Berichte. Frühjahrsinvestitur in Hamburg mit über 700 TeilnehmernDie Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hielt vom 21. bis 23. Mai 2010 ihre Investiturfeier in Hamburg ab. Komturei Essen besteht 50 JahreMit einem Pontifikalmat im Essener Dom feierte die Komturei St. Thomas Morus in Essen am Sonntag, dem 10. Mai 2010 ihr 50jähriges Bestehen. |